Ratgeber

Welcher Reifen passt an dein E-MTB?

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Reifen-Finder

Welchen Reifen fährst du?

Marke, Modell und Größe stehen auf der Flanke. Die Karkasse auch — als EXO, DD oder ähnlich.

Schritt 1 · Marke
Schritt 3 von 5 · Wie kommt das Rad hoch?
Karkassen für Assegai in 29×2.50

Reihenfolge und Zweck stammen von Maxxis. Klick auf die Karkasse, die du aktuell fährst — dann steht daneben, was die nächste Stufe wiegt.

Beantworte die drei Fragen oben — danach steht hier, welche Karkasse und welche Mischung Maxxis für deine Angaben nennt.

Hinweis: Gewichte, Zwecke und die Aufteilung vorn/hinten sind Herstellerangaben mit Fundstelle. Punktwertungen zu Grip, Pannenschutz oder Verschleiß gibt es hier nicht — die veröffentlicht kein Hersteller je Variante. Maßgeblich für die Reifenfreiheit ist immer die Angabe deines Radherstellers.

Nicht das Modell entscheidet, sondern die Variante

Wer einen Reifen kauft, wählt einen Namen — Assegai, Magic Mary, Kryptotal. Der Name ist aber nur die Profilform. Darunter liegen zwei Entscheidungen, die viel mehr ausmachen: Karkasse und Mischung.

Wie groß der Unterschied ist, zeigt ein Blick auf ein einziges Modell. Den Maxxis Minion DHR II gibt es allein in 29 und 27,5 Zoll in 49 Varianten — von 886 bis 1462 Gramm. Fast 600 Gramm Spanne bei ein und demselben Reifennamen.

Genau hier verlaufen die meisten Fehlkäufe: Man bestellt „denselben Reifen wie vorher" und bekommt eine andere Karkasse. Oder man liest, ein Reifen sei gut, ohne dass dazusteht, in welcher Ausführung.

Die Karkasse ist die eigentliche Entscheidung

Die Karkasse ist der Unterbau des Reifens. Sie bestimmt, wie viel Durchschlagschutz du hast, wie stabil der Reifen in der Kurve steht — und wie schwer er ist. Alle drei Hersteller staffeln sie, aber jeder mit eigenen Namen:

  • Maxxis — EXO, EXO+, DoubleDown, Downhill
  • Continental — Trail, Enduro, Downhill
  • Schwalbe — Super Ground bis Super Downhill in der älteren Benennung, dazu TRAIL PRO und GRAVITY PRO in der neueren

Maxxis und Continental veröffentlichen dazu den Einsatzzweck im Klartext. Maxxis schreibt „enduro use" an die DoubleDown und „DH race, bike park, gravity" an die Downhill-Karkasse. Continental beschreibt die Enduro-Karkasse als „robuste, einlagige Karkassenkonstruktion mit Apex-Schutz, um Snake Bites zu vermeiden".

Warum es keine Umrechnung zwischen den Marken gibt

Die häufigste Frage beim Markenwechsel lautet: Was entspricht meiner DoubleDown bei Schwalbe? Darauf gibt es keine belegbare Antwort. Kein Hersteller veröffentlicht eine Entsprechung zu den Karkassen der Konkurrenz, und wir erfinden keine.

Vergleichbar ist einzig das Gewicht — und auch das nur mit Vorbehalt, weil es Karkasse und Profil zusammen enthält. Für die drei Gravity-Fronttreifen in 29 Zoll sieht es so aus:

Maxxis AssegaiSchwalbe Magic MaryContinental Kryptotal-Fr
EXO — 1082 gTrail — 1060 g
EXO+ — 1219 gTRAIL PRO — 1155 gEnduro — 1165 g
DoubleDown — 1370 gGRAVITY PRO — 1340 gDownhill — 1305 g
DH — 1480 gGRAVITY — 1455 g

Quer lesen darf man diese Tabelle nicht. Dass Assegai EXO und Kryptotal Trail beide um 1060 bis 1080 Gramm liegen, heißt nicht, dass die Karkassen gleich sind. Was man ablesen darf, ist etwas anderes und praktisch nützlicher: Die Marken haben unterschiedlich viele Stufen. Maxxis gibt dir vier, Continental drei — ein „eine Stufe härter" bedeutet bei Continental also einen größeren Sprung. Und unterhalb der TRAIL PRO hat Schwalbe für die Magic Mary überhaupt nichts.

Die Mischung entscheidet über Grip und Haltbarkeit

Auch hier veröffentlichen die Hersteller ihre eigene Staffelung. Maxxis ordnet zu: Single und Dual Compound „best for dry, hard conditions", MaxxTerra „best for mixed conditions", 3C MaxxGrip „best for soft, wet conditions". Continental beschreibt Endurance als Balance aus Grip und Langlebigkeit, SuperSoft als Wahl für die, „die zu 100 % auf Grip, Traktion und Kontrolle setzen".

Weicher heißt bei allen dreien: mehr Grip, mehr Verschleiß, mehr Rollwiderstand. Das ist der Zielkonflikt, und keine Marke löst ihn auf.

Vorn und hinten gehören nicht dasselbe

Der Punkt, den fast alle Shops übergehen: Die Hersteller empfehlen die Aufteilung selbst. Schwalbe schreibt zum Albert wörtlich: „Du kannst auch kombinieren: Albert Soft am Hinterrad und Ultra Soft am Vorderrad." Continental nennt das Soft Compound eine „Grip-optimierte Vorderrad-Hinterrad-Kombination". Und Maxxis vergibt je Modell eine Montageposition — beim Assegai „Front", beim Minion DHR II „Rear".

Die verbreitete Faustregel „weich vorn, haltbar hinten" ist damit keine Foren-Weisheit, sondern eine Herstellerangabe.

Was dieser Finder nicht kann

Keine Punktwertungen. Werte für Grip, Pannenschutz oder Verschleiß je Variante veröffentlicht kein Hersteller. Sie hier zu erfinden wäre einfach und wäre eine Behauptung.

Keine Reihenfolge für Schwalbes neuere Karkassennamen. Für die ältere Generation von Super Race bis Super Downhill gibt es eine beschriebene Staffelung. Für TRAIL PRO, GRAVITY PRO und die übrigen neuen Bezeichnungen haben wir keine veröffentlichte Rangfolge gefunden. Dort sortiert der Finder nach Gewicht und sagt ausdrücklich, dass das unsere Sortierung ist.

Keine Aussage zur Reifenfreiheit. Ob eine breitere Größe in deinen Rahmen passt, steht beim Radhersteller — nicht beim Reifenhersteller.

Weiterlesen

333 Varianten aus den Produktseiten von Maxxis, Schwalbe und Continental, abgerufen am 18.08.2026. Karkassen- und Mischungsbeschreibungen im Wortlaut der Hersteller. Gewichte sind Herstellerangaben.

Häufige Fragen

Was bedeutet EXO bei Maxxis?
EXO ist die dünnste von vier Karkassenstufen. Maxxis nennt sie „general trail use“ und beschreibt sie als schnitt- und abriebfestes Material in den Seitenwänden, empfohlen für Gravel, XC und leichten Trail-Einsatz. Darüber stehen EXO+ („heavy duty trail use“), DoubleDown („enduro use“) und Downhill („DH race, bike park, gravity“).
Welche Karkasse brauche ich am E-MTB?
Maxxis nennt EXO+ ausdrücklich für „all-around trail riding and light weight e-bikes“ und DoubleDown für den Enduro-Einsatz. Ein Vollantriebs-E-MTB ist kein leichtes E-Bike, deshalb zeigt der Finder für diesen Fall beide Stufen mit dem jeweiligen Herstellersatz, statt eine auszuwählen.
Was entspricht bei Schwalbe einer Maxxis DoubleDown?
Das lässt sich nicht sagen, und wir behaupten es auch nicht. Kein Hersteller veröffentlicht eine Entsprechung zu den Karkassen der anderen. Vergleichbar ist nur das Gewicht — und das enthält neben der Karkasse auch das Profil. Der Finder zeigt deshalb je Marke eine eigene Leiter statt einer Umrechnungstabelle.
Wo steht die Karkasse am Reifen?
Auf der Flanke, in der Beschriftungszeile neben Größe und Modellnamen — bei Maxxis als EXO, EXO+, DD oder DH. Ist die Schrift abgefahren, hilft das Gewicht: Zwischen den Stufen liegen je nach Modell 100 bis 300 Gramm, das lässt sich mit einer Küchenwaage eindeutig unterscheiden.
Warum gibt der Finder keine Punktwertung für Grip oder Pannenschutz?
Weil kein Hersteller solche Werte je Variante veröffentlicht. Wir müssten sie erfinden. Was es gibt, sind Gewicht, Einsatzzweck und die Aufteilung vorn/hinten — alles Herstellerangaben, alle mit Fundstelle. Wo etwas nicht belegt ist, steht es nicht da.